Skip to main content

WegWeiser

Auf dem Weg ins sichere Europa verlieren viele Menschen ihr Leben. Kinder- und Jugendliche, welche alleine oder mit ihren Angehörigen auf der Flucht waren, kommen unbegleitet in Deutschland an.

Unsere Kultur, unsere Sprache und die Regeln unseres Zusammenlebens sind meist fremd. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen kommen häufig aus Kriegsgebieten, beklagen den Verlust der eigenen Heimat und oft auch den Verlust der nächsten Angehörigen.

In der Heilpädagogischen Praxis Leverkusen arbeiten Mitarbeiter/innen aus elf Nationen und vier Erdteilen mit unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen und kulturellen Hintergründen in gut integrierten Teams zusammen.

WegWeiser betreut diese Kinder und Jugendlichen in unterschiedlichen Phasen und Wohnformen:

Wohngruppe mit 24 Std. Dienst

  • Heimerziehung
  • Hilfen für junge Volljährige

Inobhutnahme

  • Inobhutnahme aus Familie, belasteten Pflegeverhältnissen und Einrichtungen / Übergangsreinrichtungen
  • Stationäres Clearing und Entwicklung einer Perspektive

Ambulant Betreutes Wohnen

  • Hilfen für mindestens 16-jährige und junge Volljährige in Trainingswohnung oder eigener Wohnung
  • Nachbetreuung

In der Wohngruppe ...

In der Wohngruppe „WegWeiser“ in Langenfeld sollen bis zu 9 unbegleitete männliche minderjährige Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern und Regionen, bei denen sich nach dem Clearingverfahren herausstellt, dass der Jugendliche keine Verwandten in Deutschland oder im benachbarten Ausland hat, bei denen er bis zur Volljährigkeit leben kann, die Möglichkeit geboten bekommen, sich im geschützten stationären Rahmen mit einer Betreuung über Tag und Nacht weiter zu entwickeln, um sich zu integrieren und zu verselbstständigen.  Auch Jugendliche mit Schwierigkeiten in den Herkunftsfamilien oder Jugendliche, die in anderen Pflegefamilien oder Wohnformen untergebracht sind, können in der Wohngruppe aufgenommen werden.

Bei bestehender Notwendigkeit kann der Jugendliche auch über das 18. Lebensjahr hinaus als junger Erwachsener im Rahmen der Wohngruppe leben. Dieses Angebot wird für diejenigen der männlichen jungen Erwachsenen vorgehalten, die weitere intensive Hilfen und Unterstützung in der Persönlichkeitsentwicklung hin zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung benötigen. 

... in der Gruppe wohnen

WegWeiser ist konzeptionell, räumlich und personell darauf ausgerichtet, im Bedarfsfall In-Obhutnahmeplätze zur Verfügung zu stellen.

Das Konzept der Wohngruppe „WegWeiser“ ist als stationäres Angebot für männliche Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr, die eine hohe Bereitschaft und Motivation für ein Leben in Deutschland zeigen, angelegt. Die Jugendlichen finden hier eine Umgebung vor, in der sie sich langsam in die Richtung auf ein Leben in Selbstständigkeit entwickeln können. Sie leben, lernen und entwickeln sich in der Wohngruppe bis zur Verselbstständigung oder bis zum Übergang in eine weniger intensiv betreute Wohnform. Kennzeichnend für die Zielgruppe ist:

  • Verlust der Eltern / ohne familiäre Bezüge in Deutschland
  • Konflikte in ihren Pflege-/Familien oder anderen Wohnformen
  • Schutzlosigkeit
  • Abbruch des bislang bestehenden Lebenszusammenhanges
  • Fehlende Orientierung in einer fremden Kultur
  • Belastende und zum Teil traumatische Fluchtgeschichte
  • Erfahrungen von Gewalt, Misshandlung, Folter, Inhaftierung
  • Schulabbrüche / nicht durchgängige Beschulung
  • Wenig realistische bzw. ungeklärte Zukunftsaussichten

Neben der pädagogischen Begleitung stehen auch Psychologen und therapeutische Fachkräfte der Gesamteinrichtung bei Bedarf zur Verfügung, um die Jugendlichen in Krisen zu stabilisieren, zu begleiten und zu unterstützen. Im Fall von Inobhutnahmen stehen zusätzliche angestellte, pädagogische und therapeutische Fachkräfte zur Verfügung, um einen höheren Bedarf an Betreuungskapazität unmittelbar umsetzen zu können.